Stehende Tasse Kaffee neben ausgebreiteter Zeitung auf einem Holztisch im Morgenlicht – perfekte Morgenroutine ohne Menschen

Es gibt kein Leben vor dem ersten Kaffee am Morgen. Das ist keine Metapher, das ist ein Naturgesetz. Ein bisschen wie die Schwerkraft – nur brauner, heißer und deutlich lebensnotwendiger. Kennt ihr das? Der Wecker klingelt, ich bin Frühaufsteher (freiwillig, ja wirklich!), aber mein Gehirn fährt erst einmal im Energiesparmodus hoch. Ohne Kaffee bin ich körperlich anwesend, geistig jedoch noch irgendwo zwischen Traum und Toast.

Und dann dieses Warten auf die Zeitung. Ungeduldig? Ich? Absolut. Ich stehe da, die Kaffeetasse in der Hand, starre aus dem Fenster wie ein Rentner mit WLAN und frage mich, ob der Zeitungsbote heute vielleicht einen Sabbatical eingelegt hat. Dabei verdiene ich mein Geld zu 100 % online, mein Leben spielt sich digital ab – aber am Morgen brauche ich Papier. Raschelndes, ehrliches Papier. Mit Druckerschwärze, die besser riecht als jedes Parfum.

Die braune, wohl duftende Brühe steht dampfend daneben, die Zeitung wird ausgebreitet wie eine Schatzkarte, und dann sauge ich alles auf: Nachrichten, Meinungen, das Wetter (Spoiler: zu kalt oder zu warm) – und natürlich Sudoku und Kreuzworträtsel. Mein persönliches Gehirn-Yoga vor dem Alltag.

Erst Kaffee, dann Denken. Alles andere wäre ja auch barbarisch.

Von Bernhard

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